Leistungsträger die Berge versetzen können

„ ICH HABE EINFACH NICHT DIE RICHTIGEN LEUTE! Ständig muss ich allen sagen, was Sie zu tun haben und im Endeffekt muss ich trotzdem fast alles selber machen. Irgendjemand muss dafür sorgen, dass die Dinge hier vorwärts gehen!“

Wie erfolgreich motiviert diese Führungskraft ihre Mitarbeiter? Nutzt sie das menschliche Kapital, das in der Organisation vorhanden ist? Profitiert er von den aktuellen Möglichkeiten und fungiert er als Vorbild?


Verantwortung übernehmen und liefern

Während des spanisch-amerikanischen Krieges folgte der amerikanische Präsident William McKinley eine Heldentat, die beispiellos war und eine Schlüsselfunktion im amerikanischen Erfolg hatte. Er gab den Befehl an den kubanischen Rebellenführer General Calixto Garcia, der sich tief in den Wäldern Kubas versteckt hielt, eine Nachricht zu überbringen.

McKinleys Ziel war  herauszufinden, wie stark die Rebellenstreiter von Garcia waren und wie willig sie waren die amerikanischen Truppen zu unterstützen.

Die Situation verlangte sofortiges Handeln. Es gab keinen Platz für Versagen. Wen konnte er schicken? Präsident McKinley beauftragte den amerikanischen Offizier Andrew S. Rowan.

Rowans Antwort war: „Ja, Herr Präsident wird erledigt.“ Er stellte keine Frage wie: „Wo kann ich Garcia finden? Wie komme ich an der spanischen Armee vorbei?“ Er äußerte keine Vorbehalte wie: „Das klingt kompliziert. Ich werde sehen, was ich tun lässt.“ Er verpflichtet sich einfach erfolgreich zu sein.

Menschen, die „Ja“ sagen und wissen, dass sie dieses „Ja“ auch erfüllen werden, was auch geschieht, haben enorme Schritte in Richtung von Vollendung und Erfolg gemacht. Sie besitzen genügend Vertrauen, Kompetenzen und Kreativität, um ihre Ziele zu erreichen. Sie bieten ihre Integrität und ihren Selbstrespekt als Sicherheit. Von vorne herein schließen sie die Möglichkeit aus, später zu sagen: „Ich habe es versucht, aber es ging nicht. Ich wollte es machen, aber etwas anderes kam dazwischen. Vielleicht bin ich doch nicht die richtige Person für diese Aufgabe.“

Diese Stufe der Zuverlässigkeit zu bieten, ist ein gigantischer Schritt. Menschen, die 100% zuverlässig sind, sind die Macher, auf die ein Unternehmen angewiesen ist. Sie sind diejenigen, die verantwortungsvolle Posten und Aufgaben auf sich nehmen und erfüllen. Sie sind die Erfolgstypen mit den weitreichendsten Vorstellungen, Informationen und Kenntnissen der Unternehmenskultur.

Darüber hinaus verfügen sie auch über gute Kenntnisse, die über ihre Fachgebiete hinausreichen. Und sie besitzen die Fähigkeit und den Willen, ihr Wissen mit anderen zu teilen. Dieser Wille ist entscheidend für jedes Unternehmen. Indem sie den Gedankenaustausch in einer harmonischen Umgebung ermöglichen und einzigartige Talente eines jeden fördern und nutzen, beweisen Macher, was Teamarbeit ist:  Vertrauen ruft auf jeder Ebene kooperativen Austausch und Erweiterungen hervor.

Macher haben Veränderungen und Innovationen initiiert und so den Lauf der Weltgeschichte geprägt.

Wir leben heute in den von Machern geschaffenen Strukturen. Der Philosoph Bernhard von Chartres erkannte dies: „Wenn wir heute weiter sehen, als je zuvor kommt es daher, dass wir Zwerge auf den Schultern von Giganten sind.“


Berge versetzen

Die Macher sind es, die in einem Unternehmen Berge versetzen. Sie sind bereit, für einen Kunden, einen Auftraggeber, einen Kollegen und für das Unternehmen einen zusätzlichen Schritt zu machen.

Viel wichtiger noch, sie sehen das als ersten Schritt und nicht als einen zusätzlichen. Die Ziellinie der anderen Mitarbeiter ist der Ausgangspunkt der Macher.

Für andere Mitarbeiter ist es oftmals bereits eine überdurchschnittliche Leistung, das zu tun, was von ihnen erwartet wird. Macher tun mehr als von ihnen erwartet wird. Konsequent erhalten Sie einen enormen Wettbewerbsvorsprung aufrecht und helfen ihrem Unternehmen, dasselbe zu tun.

Unternehmen brauchen Macher, um erfolgreich zu sein. Deshalb brauchen sich diese hoch motivierten Persönlichkeiten niemals sorgen über ihre Gehaltserhöhung zu machen oder ob sie ihre Stelle in schlechteren Zeiten behalten werden, oder wie es mit neuen Karrieremöglichkeiten aussehen mag. Ihre Innovation, ihr Können und ihre Hingabe geben den Unternehmen die Energie zur Zusammenarbeit, zu ausgezeichneten Leistungen, Erfolg und Wachstum.

Für Kunden Berge versetzen ist wirtschaftlich gesehen gut – es rentiert sich! Trotzdem sind viele Arbeitnehmer nicht bereit, diesen zusätzlichen Schritt zu machen.

Wir alle kennen diesen Typ Mitarbeiter: Der Rezeptionist, der Sie bittet später nochmals anzurufen, anstatt ihre Nachricht persönlich mit der Bitte um Rückruf weiterzuleiten. Oder der Verkäufer ihnen sagt: „Da drüben“ und unmotiviert in die Richtung zeigt, anstatt sie zu dem Produkt zu begleiten, das sie suchen, und nachzufragen, was er sonst noch für sie tun kann.

Diese Mitarbeiter machen den zusätzlichen Schritt nicht – sie hören darauf, wo es wichtig wird.

Welcher Mitarbeitertyp motiviert Sie, mit dem Unternehmen ins Geschäft zu kommen? Was bedeutet das auf individueller Ebene? Denken Sie über Ihre persönlichen Bemühungen in Ihrem Unternehmen nach. Versetzen Sie Berge? Drücken Sie mit ihren Bemühungen aus „Wie kann ich noch nützlicher sein“ oder „Was kostet es mich?“


Woran erkennt man Macher?

Anhand welcher Charakterzüge sind Macher erkennbar? Sie sind oft unorthodox und visionär. Sie sind kreativ, innovativ und denken unternehmerisch. Ihre Lebensläufe sind atypisch. Sie sind loyale Teamplayer, leisten Beiträge und dienen als Vorbild. Sie nehmen Risiken auf sich und sind gut im Lösen von Konflikten. Sie sind ehrgeizig und manchmal herausfordernd.

Welche Form der Belohnung bevorzugen Macher? Am wichtigsten bis wenig wichtig: Handlungsfreiheit, Komplimente, Einfluss auf andere, finanzieller Ausgleich, Beförderung und Leistungsprämien.

Welche Macher-Typen sind am häufigsten? Wie motivieren und messen Sie sich selbst? Welche Managementrolle und welcher Stil passt am besten zu ihnen?

TypMotivationMaßstabRolleStil
„Kontrahent“ÜberlebenNull FehlerHerrscherAutokratisch
„Spezialist“QualitätKonkrete ErgebnisseMentorInstruktiv
„Teamplayer“EinbezugBeziehungenVermittlerKonsens
„Unternehmer“StatusKarriereAufseherKontrolle
„Idealist“SelbsterkenntnisWertCoachInspirierend

Macher brauchen viel Kopffreiheit und stets Möglichkeiten, sich selbst zu entwickeln. Zudem wollen sie neu Umgebungen und Aufgaben, um weitere Erfahrungen zu machen und neue Umgebungen und Aufgaben, um weitere Erfahrungen zu machen und Möglichkeiten ihr Netz von Geschäftsbeziehungen auszuweiten.

Sie funktionieren am besten in Unternehmen, deren Vision und Ziele mit den ihren übereinstimmen. Deshalb sollten Sie in Entscheidungen einbezogen werden und sie brauchen konstruktives Feedback zur Selbstprüfung und Beurteilungen.

Führungskräfte spielen nicht nur beim Erkennen von Machern eine wichtige Rolle, sondern auch beim Entwickeln: Durch Motivation und Unterstützung helfen sie ihren Mitarbeitern, zu Macher zu werden.

Macher entwickeln sich mit der Zeit, wenn ihren einzigartigen Fähigkeiten und Interessen die Möglichkeit zum Wachstum gegeben wird. Sie können aus den Mitgliedern jeder Belegschaft geformt werden.

Wenn Verhaltensänderungen zu einem Teil der Kultur werden, können sich Mitarbeiter, wenn sie von den Verantwortlichen bestärkt und inspiriert werden, schnell und strategisch entwickeln. J. Harvey-Jones schreibt in „Making It Happen“: „Geschäftsleitung und Führungskräfte haben die Verantwortung für ihre Mitarbeiter die Möglichkeiten zu schaffen und ihnen die Aufgaben zuzuteilen durch die sie als Menschen innerhalb ihres Arbeitsfeldes wachsen können.“


Für ein Unternehmen ist es sinnvoll, seine Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu perfektionieren. Diese Anstrengungen sind sinnlos, wenn das menschliche Kapital nicht auch gleichzeitig entwickelt wird.

Ein Unternehmen muss ständig danach streben, jedes Mitglied der Belegschaft dabei zu unterstützen, das Niveau eines Machers zu erreichen. und in keinem Bereich des Unternehmenskultur und -identität ist Führung durch vorbildliches Verhalten wichtiger.

  1. Welche Verhaltensweisen, Eigenschaften und taten finden Sie an den Menschen in Ihrer Umgebung gigantisch?
  1. Verhalten Sie sich selbst wie jemand, der Berge versetzt? Sehen Außenstehende Ihr Unternehmen als ein Team von Menschen, das Berge versetzt? Woher wissen Sie das?
  1. Welche Schritte können Sie unternehmen, um eine Umgebung zu schaffen, in der innerhalb der Belegschaft Macher geformt werden? Wie können Sie Ihre Kollegen und Angestellten motivieren, Berge zu versetzen?